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Bedingungsloses Grundeinkommen

Werner Werner  •  2021-04-04  •    1 Kommentar

Antrags-Code: aufstehen CONSUL-2021-04-2

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist die große Chance, dauerhaft Armut zu überwinden. Produktivitätsgewinne aus der Automatisierung und Digitalisierung werden damit umverteilt.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist die große Chance, dauerhaft Armut zu überwinden.Es bedeutet für Bürger in prekären Lebenslagen, aus durch Demütigungen und Gängeleien seitens der Sozialbürokratie bestimmte Lebensverhältnissen wieder heraus zu kommen. Die "arbeitenden Armen" (working poor) in den unteren Einkommensschichten werden von dem Zwang befreit, jeden Job anzunehmen, und sei er auch noch so unsicher, unqualifiziert und unterbezahlt. Die immer weiter fortschreitende Automatisierung und Digitalisierung der Arbeitswelt bedeutet, dass viele Arbeitsplätze ersatzlos gestrichen werden können: Zusteller werden durch Drohnen ersetzt, statt Lastwagenfahrer werden autonome Transportfahrzeuge eingesetzt, und Logistik-Manager werden durch künstliche Intelligenzen ersetzt.

Bis jetzt sieht es so aus, dass diese Produktivitätsgewinne entweder an Aktienbesitzer ausgeschüttet werden, oder vor allem den Beschäftigten im Hochlohnsektor zugute kommen. Bei vielen Beschäftigten im Niedrig- bis hin zum Mittellohnsektor hingegen sieht es so aus, dass Löhne stagnieren, und sich das ganze Leben darum dreht, irgend wie über die Runden zu kommen. Die Folgen sind die vergiftete psychosoziale Atmosphäre in den "unteren Schichten" und die Radikalisierung von Teilen der Bevölkerung hin zu ausländerfeindlichen und sozialdarwinistischen Einstellungen.

Warum künstlich Jobs aufrecht erhalten, oder neue schaffen, die ein Leben im Hamsterrad bedeuten und einem die letzten emotionalen und psychischen Ressourcen rauben, wenn diese ersetzt werden können ? Warum nicht stattdessen mehr Freizeit haben, sich um die Kinder und Alten kümmern, sich sozial engagieren oder sich kreativ betätigen und innovative kleine Kooperativen aufbauen.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Grundeinkommen in und bei der Partei DIE LINKE hat ein überzeugendes Modell dafür ausgearbeitet. Es sichert ein Grundeinkommen von 1180 € im Monat. Monatseinkommen bis 6.500 Euro haben bei dem Modell einen Einkommensvorteil. Mit einem Grundeinkommen sind dabei 95 % der Bevölkerung erheblich besser bis annähernd gleich gestellt. Dies wird durch eine erhöhte Staatsquote (Verhältnis der Staatsausgaben zum Sozialprodukt) von 67% erreicht.

Der Mitauthor Ronald Blaschke ist auch Mitbegründer des Netzwerkes Grundeinkommen, das durch einen wissenschaftlicher Beirat unterstützt wird. Das Netzwerk setzt sich im Rahmen einer europäischen Bürgerinitiative EU-weit dafür ein.

Unabhängig davon hat sich auch der Telekom Chef Timotheus Höttges in einem Interview mit der ZEIT für ein Grundeinkommen ausgesprochen: "Angesichts der bevorstehenden grundlegenden Veränderungen von Gesellschaft und Arbeitswelt durch die digitale Revolution hat Telekom-Chef "unkonventionelle Lösungen" zum Erhalt der Sozialsysteme gefordert. "Ein bedingungsloses Grundeinkommen kann eine Grundlage sein, um ein menschenwürdiges Leben zu führen"".

QUELLEN

Unser Grundeinkommen

Das emanzipatorische Grundeinkommen der BAG

Grundeinkommen in und bei der Partei DIE LINKE

https://www.die-linke-grundeinkommen.de/fileadmin/lcmsbaggrundeinkommen/PDF/NeufassungBGE_dinA5_22Okt._01.pdf

(siehe hochgeladenes Dokument)

Netzwerk Grundeinkommen

https://www.grundeinkommen.de

 

Telekom-Chef Höttges für bedingungsloses Grundeinkommen

https://www.zeit.de/wirtschaft/2015-12/digitale-revolution-telekom-timotheus-hoettges-interview

 

NACHBEMERKUNG

Ich bin kein Mitglied in einer der genannten Organisationen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dokumente (1)


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  • Reik Vogel

    Mit anderen Worten würde ein bedingungsloses Grundeinkommen für oben genannte Lebensverhältnisse mehr Lebensqualität geben und mehr Existenzängste nehmen. Für die Finanzierung dieses Konzeptes könnten übrigens die Reichsten unseres Landes herangezogen werden. Es gibt ja einige Millionäre, die würden gern höher besteuert werden. Nur unsere Politik mit ihrem Schutz vor Reichenbesteuerung macht es leider unmöglich. Dabei wären es gerade mal - wenn ich mich nicht täusche - 5% je 1.000.000 €. Das wären NUR 50.000 € pro Millionär. Damit wäre schon ganz Vielen geholfen, die ohne Selbstverschulden in Not geraten sind. Das wäre sie klassische Verteilung von oben nach unten laut Oskar Lafontaine.

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